30 JAHRE
GESELLSCHAFT DER FREUNDE DER BILDENDEN KÜNSTE
Die Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste wurde im Jahr 1979 von Prof. Dr. Helmut Haschek, dem Generaldirektor der
Oesterreichischen Kontrollbank, als "Gesellschaft der Akademiefreunde" gegründet. Zielsetzung war, die Akademie der bildenden Künste in Wien,
deren Ehrenbürger Prof. Haschek war, zu unterstützen, junge Künstler, vorzugsweise Studenten und Absolventen der Akademie, zu fördern
und ganz generell die österreichische Öffentlichkeit, die traditionell musik- und theaterorientiert ist, den bildenden Künsten näherzubringen.
Fünf Jahre nach ihrer Gründung erweiterte die Gesellschaft ihren Tätigkeitsbereich auf das Museum Moderner Kunst und - mit Einzelprojekten -
auf das Kunsthistorische Museum und die Albertina. In der Folge änderte sie ihren Namen in "Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste".
Seit der Wiedereröffnung der Albertina im Jahr 2003 wird dieses Haus in gleichem Maße wie die Akademie und das MUMOK unterstützt.
In den 30 Jahren ihres Bestehens hat die Gesellschaft mehr als 100 Kunstwerke für österreichische Museen erworben, von alten Meistern wie
Jan Asselijn, Jan van Bijlert, Hubert Robert oder Pierre Subleyras für die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste bis zu
österreichischen und internationalen Zeitgenossen wie Karel Appel, Christian Boltanski, Daniel Buren, Sandro Chia, Tony Cragg, Valie Export,
Don Judd, Peter Kogler, Bertrand Lavier, Otto Mühl, Bruce Nauman, Eva Schlegel, Manfred Wakolbinger oder Christopher Wool für das Museum
moderner Kunst. Auch Klassiker wie George Grosz, Albert Paris Gütersloh, Ferdinand Hodler, Johannes Itten oder Pierre Klossowski konnten
den uns nahestehenden Museen gewidmet werden.
Ein großes Anliegen war der Ankauf von Arbeiten und die Unterstützung von Ausstellungen junger Künstler. Von A wie Andraschek bis Z wie Zolly
wurden etwa 220 junge Künstler, von denen die meisten inzwischen einen gesicherten Platz im österreichischen Kunstleben einnehmen, in Form
einer Starthilfe gefördert.
Näheres über unsere Ankäufe finden Sie unter www.kunstfreunde.at.
Ein wichtiger Stellenwert in der Tätigkeit unserer Gesellschaft kommt auch der Unterstützung von Ausstellungen und der Finanzierung von
Druckwerken zur bildenden Kunst (Bücher und Kataloge) zu. Etwa 150 Projekte konnten seit der Gründung der Gesellschaft gefördert werden.
Manche der von uns geförderten Anliegen bleiben Utopie - wie zum Beispiel der Plan für ein Salzburger Guggenheim Museum im Mönchsberg, für
das unsere Gesellschaft eine Machbarkeitsstudie organisiert und finanziert hat. Trotz durchwegs positiver Ergebnisse der Studie kam es nicht
zu einer Realisierung des Projekts.
Die Mittel für all diese umfassenden Aktivitäten werden durch Spenden von Sponsoren, Mitgliedsbeiträge, den Verleih von Bildern aus Museumsdepots
an Unternehmen, die Organisation von Fundraising Events wie Galadiners, Bazaren, Theatervorstellungen und ähnlichem mehr aufgebracht.
Für die etwa 3400 Mitglieder der Gesellschaft werden regelmäßig Vorträge, Führungen, Tagesfahrten und Kunstreisen zu Sonderausstellungen und
neuen Museumsbauten, aber auch zu traditionellen Kunstschätzen in aller Welt organisiert. Die Mitglieder erhalten überdies freien Eintritt
in die uns nahestehenden Museen, werden zu Vernissagen in Museen und Galerien eingeladen und erhalten gratis eine Kunstzeitung, die sie über
das Museums- und Ausstellungswesen in Österreich und im Ausland informiert.
Nach dem Tod von Dr. Haschek hat die Gesellschaft in Dr. Siegfried Sellitsch, damals Vorstandsvorsitzender der Wiener Städtischen
Versicherung, einen tatkräftigen und engagierten Präsidenten gefunden, der seit 1994 der Gesellschaft vorsteht.